Arbeitsgruppe Biometrie und Bioinformatik

Leitung

Karl-Heinz Jöckel
Prof. Dr. rer. nat.

Information

Die Arbeitsgruppe Biometrie und Bioinformatik befasst sich mit der Weiterentwicklung und Anwendung biostatistischer Verfahren auf biomedizinische Daten. In enger Zusammenarbeit mit den verschiedenen Forschungsbereichen der Medizin ist das gemeinsame Ziel eine adäquate Versuchsplanung und qualitätsgesicherte Durchführung, verbunden mit einer sachgerechten statistischen Auswertung. Die Arbeitsgruppe ist an Projekten aller Arbeitsgruppen und Zentren des Instituts beteiligt, da die Anforderungen biostatistische Methodik immer größer werden.
Im Rahmen des ZKSE gehört die statistische Planung, die Mitarbeit an Prüfplänen, sowie die Koordination und Auswertung von multizentrischen klinischen Studien nach intentionalen Standards wie ICH („International Conference on Harmonisation“) zu den Hauptaufgaben. Zudem ist die Arbeitsgruppe wesentlich an der Lehre für Humanmediziner und Medizinmanager und an Weiterbildungen der Bildungsakademie beteiligt. Fakultätsübergreifend ist die Arbeitsgruppe im Core „Computational Biomedicine“ der „Graduate School of Biomedical Science BIOME“ (http://www.unidue. de/biome/) engagiert. Inhaltlich sind die Lehrbeiträge stark mit den Ideen der evidenzbasierten Medizin sowie der kritischen Analyse von „Omic“-Daten verknüpft. Schließlich führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsgruppe statistische
Beratungen von Doktorandinnen und Doktoranden sowie sonstigen Mitgliedern der
Medizinischen Fakultät durch. Neben dieser kooperativen Arbeit ist die Umsetzung und Weiterentwicklung neuster biostatistischer Methoden ein weiterer eigenständiger Schwerpunkten der Tätigkeiten. Bereiche eigener Forschungsarbeiten sind sequentielle und adaptive Studienkonzepte, metaanalytische Verfahren, Weiterentwicklungen zur Hauptkomponentenanalyse und statistische Verfahren in der Bioinformatik und der genetischen Epidemiologie. Im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes war die AG an der Dokumentation, Qualitäts kontrolle und „high level“ Auswertung molekularbiologischer Daten beteiligt. Neben genomweiten Genexpressionsdaten werden insbesondere Daten zu DNA Markern in genomweiten Assoziationsstudien und Chipbasierten Daten zur Hochdurchsatz-DNAMethylierung
analysiert. Zuletzt hat die Arbeitsgruppe auch Daten neuer Sequenziertechnologien („Next Generation Sequencing“) bearbeitet. Ein Ziel im Bereich Bioinformatik ist es, diese großen „Omic“- Datensätze immer auch im Bezug auf die klinische Perspektive und klinische Relevanz zu betrachten und Auswertungen so aufzubereiten, dass sie über Fachgrenzen hinweg prinzipiell
nachvollziehbar und kommunizierbar sind.

Projekte

NGFNplus-Netz „Molekulare Mechanismen
der Adipositas“; Teilprojekt „Genomische
Statistik, Genetische Epidemiologie
und zentrales Datenmanagement“

Französisch-Deutsches Verbundprojekt
„Early onset obesity: genetic mechanisms
and physiological implications“

Genomweite Assoziationsstudie zu
Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung
(ADHS)

Kompetenznetzwerk Adipositas – Förderphase
I: Interdisziplinäres Konsortium zur
Prävention von Adipositas im Kindes- und
Jugendalter PreVENT; Teilprojekt „Charakterisierung
des Gewichtsverlaufs, des
Ess- und Diätverhaltens vor dem Hintergrund
einer genetischen Prädisposition bei
extrem adipösen Patienten und ihren
Eltern“

Kompetenznetzwerk Adipositas – Förderphase
II: „Medizinische und psychosoziale
Folgen der extremen Adipositas bei
Jugendlichen – Akzeptanz und Wirksamkeit
einer strukturierten Versorgung“

Klinische Forschergruppe 117 Optimierung
der Leberlebendspende „Clinical Coordination
Unit“

„Chronic exposure to particulate air pollution
and progression of subclinical atherosclerosis
– Investigation based on the Heinz
Nixdorf Recall Study”

Essener Ausbildungsprogramm „Labor und
Wissenschaft“ für den aerztlichen Nachwuchs
(ELAN)